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Grundsätzliches zum Kennzahlenkatalog
Struktur des Kennzahlenkatalogs
Definition der Kennzahlen

private Krankenversicherung Kennzahlenkatalog des PKV-Verbandes

Grundsätzliches zum Kennzahlenkatalog


Die Kennzahlen
der Geschäftsjahre:


2005 2004 2003
2002 2001 2000
1999 1998 1997
1996 1995 zurück


Kennzahlen einzeln:

Abschlusskosten

Verwaltungskosten

Abschluss- + V.-Kosten

Rückstellungen

Zuführungsquoten

Ergebnisquoten

Für die private Krankenversicherung stand lange das Preis-/Leistungsverhältnis im Vordergrund. In den letzten Jahren wächst allerdings das Interesse auch an den Anbietern des Produktes - dem Versicherungsunternehmen (siehe auch Managermagazin, Finanztest, Capital).

Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, hat der PKV-Verband einen Kennzahlenkatalog erarbeitet. Damit hat die Fachpresse die Möglichkeit, für Ratings und Rankings auf Zahlen zurückzugreifen, die die Branche selbst für aussagekräftig hält. Fehlsteuerungen durch die Bewertung "unsinniger" Zahlen sollen dadurch weitestgehend vermieden werden.

Was der PKV-Kennzahlenkatalog allerdings nicht leistet, ist eine Gewichtung einzelner Kennzahlen und die daraus mögliche Bildung einer Rangliste. Dafür bleiben nach wie vor die Verbraucher- und Fachmagazine zuständig.

Nach umfassender Analyse und Auswertung wirtschaftlicher Rahmendaten von privaten Krankenversicherungsunternehmen wurde der PKV-Kennzahlenkatalog unter folgenden Aspekten erarbeitet:

Die Kennzahlen sind in der Regel unmittelbar aus den Geschäftsberichten ableitbar und damit für jeden nachprüfbar.

Die Kennzahlen besitzen eine betriebswirtschaftliche Aussagekraft, wenn die gleichzeitig gegebenen Hinweise zu ihrer Interpretation und Anwendung beachtet werden.
 



Für den richtigen Umgang und das Verständnis von Kennzahlen sind folgende Faktoren zu berücksichtigen:

Eine isolierte Betrachtung einer einzelnen Kennzahl ist in vielen Fällen nicht sachgerecht.

Die Betrachtung nur eines Jahres ist ebenfalls wenig sinnvoll. Es wird empfohlen mindestens einen Durchschnitt aus drei Jahren zu bilden.

Durch eine Zeitreihenbetrachtung können Entwicklungen eines Unternehmens bzw. des Marktes aufgezeigt werden, wobei Änderungen in den Rechnungslegungsvorschriften, bei der Verwendung des Überzinses gem. § 12a VAG und der Einführung der Pflegepflichtversicherung beachtet werden müssen.

Kennzahlen sind eine Vergangenheitsbetrachtung, die nicht zwangsläufig auch die zukünftigen Entwicklung beschreiben.

Für einen Unternehmensvergleich sind neben den Kennzahlen weitere Faktoren von Bedeutung. Hierzu gehören beispielsweise die Dienstleistungsqualität (Service, Beratung, Betreuung) und das Tarifwerk (Beitrags-/Leistungsverhältnis, mehrere Tarifwerke mit geschlossenen Tarifen). Die Daten hierzu sind aus den Geschäftsberichten nicht unmittelbar ableitbar und müssen separat in die Entscheidungsfindung einfließen.
 


Struktur des Kennzahlenkataloges


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Die betriebswirtschaftliche Situation
eines Unternehmens wird durch den Kennzahlenkatalog in drei Komplexen dargestellt.

2.1 Kennzahlen zur Sicherheit des Unternehmens und Finanzierbarkeit der Beiträge im Alter.

Hierunter fallen die Eigenkapitalquote, die RfB-Quote (Rückstellung für Beitragsrückerstattung) und die Überschußverwendungsquote.


 



2.2 Kennzahlen zum Erfolg und zur Leistung des Unternehmens
Das sind die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote, die unmittelbar mit der Schaden-, Verwaltungskosten- und Abschlußkostenquote zusammenhängt, und die Nettoverzinsung.

2.3 Kennzahlen zum Bestand und zur Bestandsentwicklung
Hierbei handelt es sich um Bestands- und Wachstumskennzahlen, die aufgrund einer bisher uneinheitlichen Zählweise aus den Geschäftsberichten nicht entnommen werden können und somit erst für die Zukunft in die Interpretation einfließen.

 


Definition der Kennzahlen


Die Kennzahlen
der Geschäftsjahre:


2005 2004 2003
2002 2001 2000
1999 1998 1997
1996 1995 zurück


Kennzahlen einzeln:

Abschlusskosten

Verwaltungskosten

Abschluss- + V.-Kosten

Rückstellungen

Zuführungsquoten

Ergebnisquoten

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Die Kennzahlen
der Geschäftsjahre:


2005
2004 2003
2002 2001 2000
1999 1998 1997
1996 1995 zurück


Kennzahlen einzeln:

Abschlusskosten

Verwaltungskosten

Abschluss- + V.-Kosten

Rückstellungen

Zuführungsquoten

Ergebnisquoten

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A1 Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote gibt das Verhältnis von Eigenkapital und Beitragseinnahmen wieder. Sie verdeutlicht, wie sicher das Unternehmen ist, bzw. inwieweit das Unternehmen etwaige kurzfristige Verluste ausgleichen kann.

A2 RfB - Quote
Die RfB - Quote beschreibt, wieviel Geld sich in der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung zum 31.12. d. J. befindet, im Verhältnis zu den Beitragseinnahmen.

Die in der RfB befindliche Mittel werden vom Unternehmen eingesetzt um die Beitragsrückerstattung (BRE) zu finanzieren und für Einmalbeiträge zur Begrenzung von Beitragsanpassungen. Je höher die Quote, um so größer sind die Möglichkeiten zur Einflußnahme bei Beitragsanpassungen für den Versichertenbestand für die Zukunft.

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A3 RfB - Zuführungsquote
Die RfB - Zuführungsquote zeigt, wieviel Geld, bezogen auf die Beitragseinnahmen, der Rückstellung für Beitragsrückerstattung in einem Geschäftsjahr zugeführt wird.

Die Quote beschreibt, wieviel Prozent der Beitragseinnahmen eines Geschäftsjahres für "zusätzliche" Leistungen (BRE) und Einmalbeiträge eingestellt werden. Die Bewertung sollte stets im Zusammenhang mit der RfB-Quote erfolgen.

A4 RfB - Entnahmeanteile
Die Quote gibt an, wieviel Prozent der Entnahme aus der RfB auf die Barausschüttung (BRE) (A4a) bzw. auf Einmalbeiträge (A4b) entfällt.

Da es sich hierbei nicht um die Ausschüttung im Verhältnis zu den Beitragseinnahmen insgesamt handelt, sondern nur um die Gewichtung zwischen BRE und Einmalbeitrag eines Geschäftsjahres, kann aus dieser Quote praktisch keine qualitative Bewertung erfolgen. Außerdem schwanken die Quoten sehr stark, da Einmalbeiträge i. d. R. nur bei Beitragsanpassungen erfolgen.

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A5 Überschußverwendungsquote
Die Kennzahl zeigt an, in welchem Umfang der wirtschaftliche Gesamterfolg an die Versicherten weitergegeben wird.

Die Quote sollte immer vor dem Hintergrund der absoluten Höhe des Rohergebnisses gesehen werden, da eine hohe Quote aus geringen Überschüssen den Versicherten letztlich wenig nützt. 



B1 Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote
Die Quote gibt in Prozent der Beitragseinnahmen an, wieviel davon nach Abzug der Aufwendungen für Schäden (Tarifleistungen und Zuführung zur Alterungsrückstellung) und Kosten (Verwaltungskosten und Abschlußkosten) übrig bleiben.

Diese Kennzahl ermöglicht eine zusammenfassende Betrachtung der Schaden- und Kostensituation des Versicherers. Eine positive Quote sagt aus, daß die Beiträge ausreichend kalkuliert sind. Eine negative oder auch deutlich unterdurchschnittliche Quote kann ein Indiz für notwendige Beitragsanpassungen sein.

B2 Schadenquote
Diese Quote zeigt auf, in welchem Umfang die Beitragseinnahmen unmittelbar in Versicherungsleistungen und Alterungsrückstellungen fließen. Eine isolierte Betrachtung der Quote ist wenig sinnvoll, da die Schadenquote in Verbindung mit den Verwaltungs- und Abschlußkosten (B3, B4) sich letztlich wieder in der versicherungsgeschäftlichen Ergebnisquote widerspiegelt. Hierbei ist insbesondere darauf zu achten, daß die Schadenquote - anders als in der Vergangenheit - nunmehr neben den Tarifleistungen und den Schadenregulierungskosten auch die jährliche Zuführung zur Alterungsrückstellung beinhaltet.

B3 Verwaltungskosten
Die Kennzahl gibt an, wieviel Prozent der Beiträge für die Verwaltung der Versicherungsverträge aufgewendet wird.

B4 Abschlußkostenquote
Diese Quote zeigt auf, wieviel Prozent der Beiträge für den Vertragsabschluß aufgewendet werden.

Die Höhe der Abschlußkostenquote ist in starkem Maße abhängig vom Neu- und Bestandsgeschäft. Allerdings belasten auch aufwendige Außendienststrukturen sowie bestimmte Innendienstteile wie Vertrieb, Marketing, Werbung, Antrag die Abschlußkostenquote, und zwar weitestgehend unabhängig vom Neugeschäftsvolumen.

B5 Nettoverzinsung
Die Kennzahl gibt an, welche Verzinsung ein Unternehmen aus den Kapitalanlagen erzielt.

Die Nettoverzinsung berücksichtigt sämtliche Erträge und Aufwendungen für bzw. aus Kapitalanlagen. Einbezogen sind damit auch die Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen sowie die Abschreibung auf Wertpapiere, Investmentanteile und Grundbesitz.

B6 Laufende Durchschnittsverzinsung
Diese Kennzahl zeigt auf, wie gut ein Versicherer anlegt, wobei allerdings nur die laufende Kapitalanlagenerträge und -aufwendungen berücksichtigt werden.

Für die PKV selbst ist die Nettoverzinsung die aussagekräftigere Kennzahl.

C1 Bestandskennzahl
Information über Bestandsgröße und -struktur.

C2 Wachstumskennzahl
Beurteilung der Wachstumssituation des Unternehmens. Die beiden C-Kennzahlen sind teilweise für die Interpretation der A- und B-Kennzahlen nicht unerheblich. Durch eine bislang nicht einheitliche Zuordnung und Zählweise der versicherten Personen können diese Kennzahlen wohl erst in der Zukunft mit einbezogen werden und müssen somit in der Vergangenheitsbetrachtung außer Ansatz bleiben.

 

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 Update am 05.03.2008