Option in der privaten Krankenversicherung: die Anwartschaft (Option) auf die spätere Vollversicherung ohne Risikoprüfung.
Wer erwartet, innerhalb einer absehbaren Zeit (gemeint ist in wenigen Jahre) in die private Vollversicherung zu wechseln, kann seit Jüngerem bei einigen Versicherern eine Option dafür abschließen. Verbunden ist dies stets mit einem besonders günstigen Zusatz-Tarif, der 2-Bett mit Wahlarzt im Krankenhaus leistet. Bei Männern kostet das nur ca. die Hälfte des normalen Tarifs. Z.B. um die 12,- Euro monatlich für einen 25-jährigen Mann, und um die 17,- Euro für eine Frau gleicher Alterstufe.
Dieser Zusatz-Tarif hat keine Altersrückstellung, was ihn besonders günstig macht.
Es ist ja auch nicht so gedacht, daß man auf lange Zeit dort versichert bleibt - es geht eher um die gesicherte Umstiegsoption für die Vollversicherung.
Wenn man innerhalb der Zeit bis zum (meist) 34. Lebensjahr beim selben Versicherer in die private Vollversicherung wechseln kann, wird man ohne eine neue Gesundheitsprüfung übernommen. Das gilt für eine Kombination mit 2-Bett und Chefarzt, ambulantem Tarif mit Selbstbeteiligung nach Wahl, normalen (guten) Zahnleistungen, und ein gewisser Form für das Krankentagegeld. In der Höhe z.B. bis zu 130 % aus der Kassenabsicherung (das wären zur Zeit 105,- Euro). Bei Selbständigen kann das Tagegeld im Rahmen dieser Option auch z.T. schon nach 2 Wochen beginnen. Bei Angestellten natürlich nach 6 Wochen.
Das kann sehr vorteilhaft sein. Das Eintrittsalter gilt allerdings ganz normal, zum Zeitpunkt des Wechsels.
Kommt die Vollversicherung bis z.B. zum 34 Lebensjahr nicht zum Tragen, wird man in einen dauerhaften Krankenhaus-Zusatztarif übernommen, der dann allerdings deutlich teurer ist, weil dann das neue Alter verwendet wird, und dann auch Altersrück- stellungen gebildet werden.
Wenn man z.B. nach einem Studium zwar nicht sofort über der Pflichtgrenze liegt, dies aber bald erwartet, oder plant, später in die Selbständigkeit zu gehen, sollte man diese Option in Betracht ziehen. Freilich nur, wenn der gewählte Versicherer auch sonst akzeptabel ist - das ist nicht unbedingt immer der Fall.
Update 15.12.2003