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 Reichen die Leistungen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung?
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Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung
(ob privat oder gesetzlich versichert, spielt keine Rolle) sind sicherlich
eine Hilfe. Sie wurden zum 1.7.2008 etwas aufgebessert. Zum 1.1.2010 und
1.1.2012 erfolgt nochmals eine Höherstufung. Ausreichend sind diese weiterhin
dennoch nicht.
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Verbesserungen der gesetzlichen Plfegepflichtversicherung ab 01.07.2008:
| Häusliche Pflege ab 1.7.2008: |
Pflegestufe I
Pflegestufe II
Pflegestufe III |
420,-
Euro
980,- Euro
1.470,- Euro |
monatlich
bzw. Pflegegeld
monatlich bzw. Pflegegeld
monatlich bzw. Pflegegeld |
215,-
Euro
420,- Euro
675,- Euro |
| Teilstationäre Pflege ab 1.7.2008: |
Pflegestufe
I
Pflegestufe II
Pflegestufe III |
420,- Euro
980,- Euro
1.470,- Euro |
monatlich
monatlich
monatlich |
| Vollstationäre Pflege ab 1.7.2008:
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Pflegestufe
I
Pflegestufe II
Pflegestufe III
Härtefälle |
1.023,-
Euro
1.279,- Euro
1.470,- Euro
1.750,- Euro |
monatlich
monatlich
monatlich
monatlich |
| Häusliche Pflege ab 1.1.2010: |
Pflegestufe
I
Pflegestufe II
Pflegestufe III |
440,-
Euro
1.040,- Euro
1.510,- Euro |
monatlich
bzw. Pflegegeld
monatlich bzw. Pflegegeld
monatlich bzw. Pflegegeld |
225,-
Euro
430,- Euro
685,- Euro |
| Teilstationäre Pflege ab 1.1.2010: |
Pflegestufe
I
Pflegestufe II
Pflegestufe III |
440,-
Euro
1.040,- Euro
1.510,- Euro |
monatlich
monatlich
monatlich |
| Vollstationäre Pflege ab 1.1.2010: |
Pflegestufe
I
Pflegestufe II
Pflegestufe III
Härtefälle |
1.023,-
Euro
1.279,- Euro
1.510,- Euro
1.825,- Euro |
monatlich
monatlich
monatlich
monatlich |
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| Häusliche Pflege ab 1.1.2012: |
Pflegestufe
I
Pflegestufe II
Pflegestufe III |
450,-
Euro
1.100,- Euro
1.550,- Euro |
monatlich
bzw. Pflegegeld
monatlich bzw. Pflegegeld
monatlich bzw. Pflegegeld |
235,-
Euro
440,- Euro
700,- Euro |
| Teilstationäre Pflege ab 1.1.2012: |
Pflegestufe
I
Pflegestufe II
Pflegestufe III |
450,-
Euro
1.100,- Euro
1.550,- Euro |
monatlich
monatlich
monatlich |
| Vollstationäre Pflege ab 1.1.2012: |
Pflegestufe
I
Pflegestufe II
Pflegestufe III
Härtefälle |
1.023,-
Euro
1.279,- Euro
1.550,- Euro
1.918,- Euro |
monatlich
monatlich
monatlich
monatlich |
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Bei häuslicher Pflege gilt die Härtefallregelung von 1.918.- Euro auch für die Zukunft.
 Hinweis für vollstationäre Pflege:
Unterkunft und Verpflegung sind selbst zu bezahlen.
 Neu ab 01.07.2008: An Demenz Erkrankte erhalten bis zu 2.400,- Euro jährlich, auch wenn keine der
3 Pflegegruppen zutrifft.
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 Die Frage ist, wie weit man mit der
Kostendeckung in der Praxis kommt. Die durchschnittlichen Kosten einer Heimunterbringung
liegen bei ca. 3.300,- Euro monatlich. Man hat also nur wenig mehr als die Hälfte
der Kosten abgedeckt.
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  Quelle: PKV-Verband

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 Aus dieser Grafik ersehen Sie, wieviel % der Personen in die jeweilige Pflegestufe
fallen.
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 Wenn die Leistungen nicht reichen: |
 Über die Leistungen hinaus, die von der Pflegepflicht-Versicherung
gedeckt sind, zahlt der Pflegebedürftige alle Kosten selbst. Die Kosten
der Unterbringung und Verpflegung (bei Heimunterbringung) zahlt er ja
ohnehin. Wenn seine Mittel nicht ausreichen, werden die Kinder herangezogen. Je nach Dauer des Heimaufenthalts fallen
Zehntausende Euro an ungedeckten Kosten angezahlt werden müssen. Schon
in 1 Jahr können das 18.000,- Euro sein (bei 1.500 Euro mtl. Restkosten).
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 Die Verhältnisse kehren sich um:
Nun müssen die Kinder für die Eltern haften, und die Eltern müssen
mit ansehen, wie zuerst das den Kindern zugedachte Erbe aufgezehrt wird,
und dann auch die Ersparnisse der Kinder selbst.
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 Daher sollte zusätzlich zur gesetzlichen
Leistung eine Pflege-Zusatzversicherung gewählt werden. Die Kosten
sind nicht allzu hoch, so kostet des einen 30-jährigen Mann zum Beispiel ca.
10,- Euro monatlich, um die gesetzlichen Leistungen etwa zu verdoppeln.
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 In
der Krankenversicherung gibt es 2 Modelle, entweder als Pflegesatz pro Tag, oder als
Kostenabsicherung.
Wobei auch die Kostenabsicherung in der Leistung begrenzt ist. Es ist also zu prüfen, womit man besser fährt.
Aus dem Bereich der Rentenversicherung gibt es auch die
Pflegerentenversicherung, die teurer ist, aber verschiedene Vorteile hat, wie
z.B. die Beitragsstabilität, und einen Rückkaufswert bei
Kündigung.
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 Steuerliche Entlastung für die Zusatzversicherung:
Die zusätzliche steuerliche Entlastung für die Pflegezusatzversicherung wurde leider zum 1.1.2005 gestrichen.
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Gemäß PKV-Verband waren per 31.12.2006 bereits 988.800 Personen
in der Pflegezusatzversicherung. Dies entsprach einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 18,7 %. In 2007 betrug der Anstieg sogar 50 %.

Das Problembewusstsein darüber wächst deutlich.
Kein Wunder - die mögliche Belastung für das Risiko Pflegefall ist enorm.
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