Sterbetafel private Krankenversicherung. Sterbetafel 2004, 2005. Umstellung Sterbetafel 2005 der PKV.
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Die Sterbetafeln der privaten Krankenversicherung.

  Die Sterbetafel in der
  privaten Krankenversicherung

Update: 05.08.2008



Sterbetafel private Krankenversicherung aktuell. Sterbetafel 2004, 2005. Zur Umstellung auf die Sterbetafel 2005 bezüglich der privaten Krankenversicherungen werden wir baldmöglich berichten! Update 05.08.2008
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Sterbetafeln in der privaten Krankenversicherung
(und die Auswirkung bei Beitragserhöhungen)
 


Im Zusammenhang mit Beitragserhöhungen in der PKV liest man immer wieder von neuen Sterbetafeln, welche Anpassungen hervorrufen. Hier eine nähere Information dazu.

Zunächst muss man verstehen, dass die privaten Krankenversicherungen regelmäßig Alterungsrückstellungen bilden. Damit ist gemeint, dass die private Krankenversicherung  im Beitrag einkalkuliert, dass in höherem Alter im Durchschnitt mehr Leistungen beansprucht werden. In jungen Jahren zahlt der Kunde also einen relativ höheren Beitrag, als es das momentane statistische Risiko erfordert. Die noch nicht benötigten Beträge werden als Reserve angesammelt, und verzinst. In höheren Jahren (der Wendepunkt liegt um die 45 herum) wird dann aus diesen Reserven geschöpft. Diese Maßnahme bewirkt, dass der Beitrag nicht allein deswegen steigt, wenn man älter wird (und damit zu einem schlechteren Risiko wird).

Da allerdings die Kosten im Gesundheitswesen ansteigen, und der medizinische Fortschritt zu finanzieren ist, gibt es dennoch Beitragserhöhungen. Das hat mit dem höheren Alter aber nichts zu tun.

Warum Sterbetafeln:
Wegen der Kalkulation der beschriebenen Alterungsrückstellungen spielt es eine Rolle, wie lange der durchschnittliche Versicherte lebt. Bei höherer Lebenserwartung müssen mehr Alterungsrückstellungen aufgebaut werden, sonst reichen diese am Lebensabend nicht mehr aus. Daher gibt es die statistisch ermittelten Sterbetafeln. Mit ihnen kann prognostiziert werden, welche Lebenserwartung zu berücksichtigen ist.

Änderung von Sterbetafeln:
Wenn neue statistische Auswertungen zeigen, dass die Lebenserwartung gestiegen ist, werden neue Sterbetafeln erstellt. Dies ermittelt der Verband der privaten Kranken- versicherungen (PKV-Verband). Die geänderte Sterbetafel muss dann von jedem Unternehmen einberechnet werden. Dies führt zwangsläufig zu Beitragserhöhungen, unabhängig von der sonstigen Kostenentwicklung. Seit einigen Jahren hat der PKV-Verband dabei eigene Statistiken. Es wird dabei nicht die Lebenserwartung der gesamten deutschen Bevölkerung verwendet, sondern die der privat Krankenversicherten. Erfreulicherweise haben diese eine höhere Lebenserwartung.

Die letzten Änderungen der Sterbetafeln:
Sterbetafel 2000, erstellt 1995
Sterbetafel 2001, erstellt 2000 (mit Statistiken 1992-1998)
Sterbetafel 2004, erstellt 2003


Man muss damit rechnen, dass künftig eher alle 3 Jahre eine neue Sterbetafel herausgebracht wird.

Wie änderte sich jeweils die Lebenserwartung:
Auf der Basis einer 40-jährigen Person berücksichtigte die Sterbetafel 2000 einen Anstieg um 1,5 Jahren bei Männern und 1,1 Jahren bei Frauen. Nach der Sterbetafel 2004 sind es jedoch (gegenüber Sterbetafel 2001) weitere 2,1 Jahre bei Männern und 1,3 bei Frauen. Man rechnet also, dass eine heute 40-jährige Person bei Männern 83,7 Jahre alt wird, bei Frauen 87,3 Jahre.

Einfluss der neuesten Sterbetafel auf neue Beitritte in die PKV:
Auf der Basis von 30-Jährigen und einem Tarif mit kleiner Selbstbeteiligung bewirkt die neue Sterbetafel bei Männern eine Erhöhung des Beitrags um 2,9 %, bei Frauen um 0,7 %. Bei hoher Selbstbeteiligung sind die Werte noch etwas höher.

Einfluss der neuesten Sterbetafel auf Bestandskunden:
Je nach erreichtem Alter ist ja weniger Zeit, um die erhöhte Alterungsrückstellung zu bilden. Daher fällt bei länger privat Versicherten die Erhöhung allein aufgrund der Sterbetafel höher aus (je älter man schon ist, umso höher). Wenn ein Mann mit 30 Jahren beitrat, ist mit 40 Jahren die Auswirkung der Sterbetafel schon 5,5 %; bei Frauen sind es 1,4 %.

Umsetzung der Sterbetafeln:
Die Sterbetafel 2001 durfte innerhalb der Jahre bis 2005 durch Beitragserhöhung berücksichtigt werden. Manche Versicherer haben also diese noch gar nicht in allen Tarifen umgesetzt, und müssen nun zusätzlich noch die neueste Sterbetafel umsetzen. Dort fallen/fielen die Erhöhungen (z.B. zum 1.1.2004) entsprechend höher aus. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (früher Bundesaufsichtsamt für Versicherungswesen) drängt nun auf vergleichsweise zügige Umsetzung aller Sterbetafeln.

Allerdings führt kaum ein Versicherungsunternehmen Beitragserhöhungen allein wegen neuer Sterbetafeln durch. Vielmehr geschieht dies zusammen mit den aus Kostengründen nötigen Anpassungen. In der Praxis bedeutet das: Alle Tarife, die zum 1.1.2004 oder später erhöht werden/wurden, enthalten auch die neuen Sterbetafeln. Soweit die entsprechenden Tarife erst zum 1.1.2005 erhöht werden, fließt dies erst zu diesem Zeitpunkt mit ein. Bei Beitragsvergleichen ist dieser Umstand zu berücksichtigen. Bei Männern würde man also ca. 3 % dazurechnen müssen, wenn die neue Sterbetafel noch nicht einkalkuliert ist.

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 Update am 05.08.2008